GMBH LÖSCHEN - DIE ``FIRMENBESTATTUNG``

Die Auflösung einer GmbH findet nicht immer aus freien Stücken statt, sondern kann auch zwingend erforderlich sein. Wann genau Sie eine GmbH auflösen müssen, ist in § 60 des GmbH-Gesetztes festgehalten. Tritt einer dieser Auflösungsgründe zu, haben Sie keine andere Wahl, als die Gesellschaft aufzulösen.

Eine GmbH wird aufgelöst…

durch Ablauf der im Gesellschaftsvertrag bestimmten Zeit

durch gerichtliches Urteil

durch ein Insolvenzverfahren

durch einen Mangel des Gesellschaftsvertrages

Aber auch in anderen Situationen kann es angebracht sein, eine GmbH aufzulösen, beispielsweise wenn ein Unternehmen nicht mehr genügend Geld erwirtschaftet, eine andere Rechtsform besser geeignet ist, um die Ziele des Unternehmens zu erreichen oder Sie sich schlichtweg einem anderen Bereich zuwenden wollen.

Diese freiwillige Auflösung benötigt immer einen Gesellschafterbeschluss, dem – falls keine anderen Regelungen im Gesellschaftsvertrag festgehalten wurden – mindestens drei Viertel der Gesellschafter zustimmen müssen. Kommt es zu einem solchen Beschluss, müssen Sie keine Auskunft darüber geben, aus welchen Gründen Sie die GmbH auflösen.

FIRMENBESTATTUNG VOM PROFI: VERTRAUEN SIE AUF TRANSPARENZ UND SICHERHEIT

Sicherlich klingt sie nicht sonderlich schön, doch manchmal wird sie unausweichlich:

Die Firmenbestattung!

Je seriöser und geplanter sie abläuft, desto besser werden Sie sich mit der Situation und den Umständen anfreunden können. Als Firmenbestatter sind unsere Hauptkunden Geschäftsführer oder Gesellschafter einer Problem GmbH. Menschen, die eine GmbH verkaufen möchten, tun dies meist, wenn die Insolvenz vor der Türe steht und schnelle und wirkungsvolle Hilfe erwünscht ist. Als Firmenbestatter liegt unser Ziel in einem GmbH Ankauf. Dadurch sind Sie schnellstmöglich losgelöst von Ihrem Unternehmen und können sich neuen Dingen, Projekten und Ideen widmen.

ohne Altlasten

ohne Insolvenzmakel

Das Prozedere ist dabei so einfach wie wirkungsvoll, denn bei einer Firmenbestattung stellen wir Ihnen eine Nachfolgegesellschaft zur Verfügung, an die Sie Ihre GmbH verkaufen können. Natürlich inklusive Geschäftsführer!

FIRMENBESTATTUNG PLANEN – DAS MÜSSEN SIE BEACHTEN:

Vor dem Beginn einer Firmenbestattung müssen Sie bei einer offiziellen Gesellschafterversammlung den GmbH Verkauf beschließen lassen. Im Nachgang der Entscheidung übernehmen wir als Firmenbestatter die notarielle Abwicklung Ihrer GmbH.

 

DAS ZAUBERWORT DABEI: LIQUIDIERUNG STATT INSOLVENZ!

Dabei können Sie sich bei der Firmenbestattung auf rechtlich zulässige und seriöse Wege und Mittel verlassen. Sorge vor Privatinsolvenzen im Ausland oder ausländischen Bankkonten müssen Sie ebenso wenig haben, wie vor der Einsetzung ausländischer Gesellschaften.

 

SCHÜTZEN SIE IHREN RUF UND IHRE BONITÄT!

Wichtig ist dabei der richtige Zeitpunkt der Firmenbestattung. Das bedeutet vor allem, dass noch keine Insolvenz angemeldet sein darf – auch nicht durch Dritte. Ausserdem sind Rückstände bei Sozialversicherungsträgern nicht erlaubt. Ansonsten zählt vor allem eines: Ihre individuelle Situation!

 

GmbH Abwicklungsverkauf vor Insolvenzantragsstellung!

BGH 10. ZIVILSENAT, AZ X ARZ 223/05 VOM 13. DEZEMBER 2005 (AUSZUG)

Aufgrund der Umstände des Insolvenzantrags geht der Senat von einem Sachverhalt aus, der vielfach als „gewerbliche Firmenbestattung“ bezeichnet wird: Die ehemaligen Gesellschafter der Schuldnerin haben sich offenbar an eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft gewandt.

Im Zusammenwirken mit dieser Unternehmensberatung sind offenbar die Geschäftsanteile der Schuldnerin kurz vor Antragstellung an einen Dritten übertragen worden. Gleichzeitig wurde die frühere Geschäftsführerin abberufen und ein neuer Geschäftsführer eingesetzt, der – im Zusammenwirken mit der Wirtschaftsberatungsgesellschaft – das Insolvenzverfahren betreibt.

Ziel dieser Verfahrensweise ist offenbar, die Alt-Gesellschafter und die Alt-Geschäftsführerin aus dem Insolvenzverfahren weitgehend herauszuhalten. Der Senat lässt offen, ob und inwieweit die negative Bewertung dieses Vorgangs, die mit dem Begriff „gewerbliche Firmenbestattung“ verbunden ist, gerechtfertigt erscheint. Eine „gewerbliche Firmenbestattung“ stellt – ohne das Hinzutreten weiterer Umstände – keine missbräuchliche Manipulation zuständigkeitsbegründender Tatsachen dar.

Es handelt sich bei der „gewerblichen Firmenbestattung“ um eine Dienstleistung für Alt-Gesellschafter und Alt-Geschäftsführer einer GmbH, die nach Auffassung des Senats nicht von vornherein als rechtswidrig qualifiziert werden kann. Für eine mit dieser Dienstleistung verbundene strafbare Handlung oder einen sonstigen Verstoß gegen zwingendes Recht gibt es keinen konkreten Anhaltspunkt….

Alt-Gesellschafter und Alt-Geschäftsführer einer insolventen GmbH haben ein legitimes Interesse, Risiken einer persönlichen Haftung durch entsprechende Beratung zu vermindern.

Der Alt-Geschäftsführer einer GmbH ist möglicherweise daran interessiert, durch einen Geschäftsführer-Wechsel die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung und andere seinen Ruf und seine Bonität beeinträchtigende Folgen zu verhindern.

Der Alt-Geschäftsführer ist möglicherweise wegen seines Rufes an einer möglichst geringen Publizität des Insolvenz-Verfahren am Ort seines ehemaligen Gewerbes interessiert.

Die Verfolgung der dargestellten Interessen durch Alt-Gesellschafter und Alt-Geschäftsführer ist – ohne das Hinzutreten besonderer (beispielsweise strafrechtlich relevanter) Umstände – nicht zu beanstanden. Es kann Alt-Gesellschaftern und Alt-Geschäftsführern nicht versagt werden, ihre Interessen unter Mitwirkung einer Unternehmensberatungsgesellschaft in rechtlich zulässiger Weise zu verfolgen.

Es ist nach Auffassung des Senats de lege lata nicht ersichtlich, dass das Grundprinzip der „gewerblichen Firmenbestattung“ (Übernahme der Gesellschaftsanteile durch einen Dritten und Geschäftsführerwechsel kurz vor dem Insolvenzantrag) gegen gesetzliche Vorschriften verstößt.

Wenn Alt-Geschäftsführer und Alt-Gesellschafter mit der „gewerblichen Firmenbestattung“ einen rechtlich zulässigen Weg für die Abwicklung einer insolventen GmbH einschlagen, kann ein sich dabei ergebender Nebeneffekt – die Veränderung der örtlichen Zuständigkeit des Insolvenzgerichts in Abhängigkeit von der Rechtsauffassung des jeweiligen Amtsgerichts – nicht als missbräuchliche Manipulation angesehen werden.